Parkettböden: Tipps zu Pflege und Empfehlungen zur Grundreinigung

Nachdem ich Dir im Ratgeber „Bodenbeläge richtig behandeln“ allgemeine Tipps zur Schmutzentfernung erläutert habe, möchte ich mit diesem Beitrag auf die individuellen Ansprüche von Parkett eingehen. Denn dieser hölzerne Fußbodenbelag erfordert besonders viel Aufmerksamkeit. Wie Du die attraktive Optik langfristig erhalten und dessen Lebensdauer maximieren kannst, erfährst Du nachfolgend.

Echtholz-Parkett – Langlebiger Fußbodenbelag mit Mehrwert

Echtholz-Parkett hat den markanten Vorteil, dass er auch nach Jahrzehnten der intensiven Nutzung wie neu aussehen kann. Vorausgesetzt er wird sorgfältig gepflegt und korrekt behandelt. Muss der Fußboden besonders hohen Strapazen standhalten, wie es zum Beispiel in öffentlichen Gebäuden oder bei Familien mit Kindern der Fall ist, sollte die Oberfläche regelmäßig geschliffen und frisch geölt werden. Nicht selten lässt sich damit der fabrikneue Zustand wiederherstellen. Voraussetzung dafür, dass Parkett aber überhaupt abgeschliffen werden kann, ist eine ausreichend dicke Nutzschicht. Schließlich werden bei jeder Schleifeinheit rund 0,5 Millimeter der oberen Holzschicht entfernt, um Kratzer und Farbveränderungen auszugleichen sowie Schmutz zuverlässig zu entfernen. Deshalb solltest Du bereits beim Parkettkauf auf eine entsprechende Nutzschicht achten. Weniger als drei Millimeter sollten es nicht sein.

Buchenparkett

Buchenparkett / von pixabay.com/PIRO4D – Danke

Besitzt Du einen bau- oder werkseitig lackierten Parkett, brauchst Du in der Regel einen Fachmann für die Erneuerung der obersten Schicht. Experten tragen die alte Lackschicht durch Abschleifen ab, ohne dabei viel Material abzunehmen. Mit speziellen Maschinen gelingt es ihnen den Holzabrieb minimal zu halten. Nach dem Schleifen wird eine frische Lackschicht aufgetragen. Der Boden ist anschließend wieder vor Schmutz, Abrieb und Feuchtigkeit geschützt. Auch bei geöltem Parkett ist es bei mangelndem Fachwissen besser eine Firma mit der Sonderbehandlung zu beauftragen, um von einem einwandfreien Ergebnis zu profitieren. Eine schöne Erklärung dafür, wie eine professionelle Parkettpflege in der Praxis aussieht, habe ich auf der Internetpräsenz des zertifizierten Meisterbetriebs aus München namens Daily Shine entdeckt. Der Gebäudereiniger greift auf 15 Jahre Erfahrung zurück, verwendet ausschließlich biologisch abbaubare Produkte und erklärt online anhand von zahlreichen Bildern und einer verständlichen Schritt-für-Schritt-Erläuterung, welche Arbeitsschritte für den dauerhaften Schutz von geöltem Parkett nötig sind.
Die Anleitung verdeutlicht gleichzeitig, wie wichtig die richtige Vorgehensweise beim Pflegen von Parkett ist. Werden hier Anfängerfehler gemacht, kann das der Holzoberfläche nachhaltig schaden. Deshalb empfehle ich Dir eine solch aufwändige Prozedur einem Fachmann mit dem nötigen Know-how anzuvertrauen. Das spart unterm Strich viel Zeit und möglicherweise auch Geld, weil Du die Lebensdauer deines Fußbodenbelags dank Profi-Behandlung verlängerst und Schäden vorbeugst.

Es gibt aber auch eine Menge Pflegeanwendungen, die Du ganz leicht selbst machen kannst. Schließlich dauert es eine Weile, bis eine vollständige Pflegebehandlung inklusive Schleifen erforderlich wird.

Kleine Schönheitsfehler clever verschwinden lassen

Ahornpakett

Ahornparkett / von pixabay.com/jactod – Danke

Einige Tricks, die es erlauben kleine Makel im Parkett selbstständig und ohne größere Investitionen auszubessern:

  • Möbelpolitur: Einige kleinere Kratzer im Parkett können mit geeigneter Möbelpolitur für Holzmöbel entfernt werden. Entscheidend ist aber, dass die Politur für den Fußboden geeignet ist. Es gibt leider einige Produkte, die Parkett schädigen, weil sie zum Beispiel Mineralölderivate oder Silikonöle enthalten. Informiere Dich sorgsam bevor Du Politur bei Parkett einsetzt. Ist das Produkt in Ordnung, kannst Du die verkratzte Fläche mit einem weichen Baumwolltuch und etwas Politur versuchen heraus zu polieren.
  • Geölter Parkett: Besonders bei geöltem Parkett hast Du die Möglichkeit kleine Ausbesserungsarbeiten selbstständig durchzuführen. Im Handel gibt es praktische Reparatur-Sets inklusive Schleiftücher, Hobel, Poliertücher, Klarlackstift sowie Wachs oder Öl. Damit kannst Du die Fläche eigenhändig behandeln. Eine abschließende Öl- oder Wachsschicht versiegelt die Oberfläche und schützt sie vor Schmutz und Feuchtigkeit.
  • Öle und Wachs: Elementar beim Kauf von Ölen und Wachs ist, dass Du dich darüber informierst, ob das jeweilige Mittel zum Parkett passt. Hölzer haben unterschiedliche Eigenschaften und brauchen spezielle Pflegeprodukte, um Farbveränderungen und Schäden zu meiden.
  • Dampfreiniger: Bitte Keinesfalls auf Parkett einsetzen!
  • Vorbeugen: Lege Schmutzfangmatten an den Eingängen Deiner Wohnung aus, denn das größte Risiko für Fußböden ist und bleibt Schmutz von draußen.

Bedenke jedoch, dass Kratzer und andere Makel bei echtem Parkett dazugehören und den typischen Charme des Bodens ausmachen. Bei modernen Designs sind Faktoren wie Astlöcher und markante Maserungen mittlerweile sehr gefragt, was vor zwanzig Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Heute möchte man den Used-Look und greift konkret zu Bodenbelägen, die Natürlichkeit ausstrahlen und keine perfekt gleichmäßige Oberfläche aufweisen.

Regelmäßige Pflege

Parkett lässt sich wie Laminat oder Fliesen mit einem Staubsauger vom alltäglichen Schmutz befreien. Ein guter Bürstenaufsatz wäre ideal. Auch ein Baumwollmopp ist ein optimales Zubehör zum Reinigen von Parkett. Um die vielen kleinen Kratzer zu vermeiden, die durch Sand- und Schmutzpartikel entstehen, rate ich Dir aber zum Staubsauger. Dieser saugt den Dreck weg, bevor er scheuern kann. Es gibt zwar auch viele Ratgeber, die vom Staubsauger auf Parkett abraten, doch wenn Du dich für ein Modell mit untergrundschonenden Rollen und einer weichen Bürste entscheidest, kann diese Art der Reinigung besser für den Boden sein als ein weicher Besen, der Steinchen und Sand am Boden entlang schleift.

Bei der feuchten Reinigung ist etwas Fingerspitzengefühl gefordert. Keinesfalls sollte zu viel Wasser auf den Holzfußboden aufgebracht werden. Ansonsten besteht das Risiko, dass die Holzoberfläche aufquillt und ihre Form verändert. Deshalb den Wischmopp immer gut ausdrücken! Findest Du besonders hartnäckige Flecken, kannst Du ein Baumwolltuch mit lauwarmem Wasser befeuchten und etwas milde Handseife auftragen. Eine konkrete Produktempfehlung für einen Reiniger sowie ergänzende Tipps zur Parkettpflege gibt´s im folgenden Video:

Auf aggressive Reinigungsmittel solltest du vollständig verzichten, weil sie sowohl Holz als auch dessen schützende Versiegelung angreifen.

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Du hast kein Parkett, sondern Laminatboden zuhause und möchtest diesen schonend reinigen? In unserem separaten Artikel findest Du passende Tipps.

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