Swimmingpool reinigen – Tipps und Tricks

Schwimmen im eigenen Swimmingpool macht nur dann wirklich Spaß, wenn das Wasser auch sauber ist. Die regelmäßige Reinigung ist deshalb enorm wichtig. Dabei kommt es auf Dinge wie den pH-Wert und den richtigen Umgang mit Filteranlagen und Desinfektionsmitteln an. Mit den folgenden Tipps ist die Pflege eines Swimmingpools stets sichergestellt.

Der pH-Wert

Der richtige pH-Wert ist das A und O für einen sauberen Pool. Im Optimalfall sollte er zwischen 7,0 und 7,4 liegen. Zu hohe Werte können nicht nur die Desinfektionswirkung von Chlor und anderen Zusatzstoffen verschlechtern, sondern auch zu Hautirritationen und Augenreizungen führen. Bei zu niedrigen Werten kann es hingegen zu Korrosionen am Pool kommen und auch Schäden an der Pumpe sind möglich. Deshalb ist es ratsam, den pH-Wert des eigenen Swimmingpools immer im Blick zu behalten. Möglich ist das mit einem Pooltester, welcher sofort Auskunft über den pH-Wert gibt. Sollte letzterer zu niedrig oder zu hoch ausfallen, so schaffen pH-Heber oder -Senker Abhilfe. Die Mittel sind wahlweise flüssig oder als Granulat erhältlich.

Weitere Informationen zum richtigen Swimmingpool gibt es hier.

Den Pool desinfizieren

Verschmutztes Wasser im Swimmingpool ist ein wahres Fest für Keime und Bakterien. Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, einen Pool zu desinfizieren. Die bekannteste Methode dafür ist die Zugabe von Chlor. Die Chemikalie tötet nahezu alle Keime im Wasser ab und ist einfach in der Verwendung. Besonders Chlortabletten stellen selbst Laien vor keine Herausforderung. Sie werden einfach in einen Skimmer oder Dosierschwimmer gesetzt, welcher dann kontinuierlich Chlor ins Wasser abgibt. Durch diese Methode entfällt auch eine tägliche Messung. Ebenfalls erhältlich ist Chlor als Granulat. Jenes ist zum Beispiel sinnvoll, um nach einer Algenbildung eine sogenannte Stoßchlorung durchzuführen und das Wasser von Grund auf zu reinigen.

Photo by Vincent Rivaud from Pexels

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Wer kein Chlor verträgt oder es aus anderen Gründen nicht nutzen möchte, findet auch Alternativen zur chemischen Keule. Zu nennen wäre da etwa die Salzelektrolyse. Jene setzt auf einfaches Kochsalz, welchem in einer speziellen Anlage das zur Desinfektion benötigte Chlorgas entzogen wird. Immer öfter kommt auch Aktivsauerstoff in Swimmingpools zum Einsatz. Richtig dosiert ist die Desinfektionswirkung mit Chlor zu vergleichen, allerdings ist der Stoff geruchlos und in der Regel verträglicher.

Algen entfernen

Haben sich im Swimmingpool Algen gebildet, können diese mit den richtigen Maßnahmen wieder entfernt werden. Die beste Methode dafür ist eine Stoßchlorung. Dabei ist darauf zu achten, dass das Wasser über einen pH-Wert von 7,2 verfügt, außerdem sollte die Temperatur möglichst 15 °C betragen, ohne dass dafür eine Heizung läuft. Vor der Zugabe von Chlor ist unbedingt der Filter zu reinigen. Auf diese Weise können Poolbesitzer verhindern, dass sich dort Algen ablagern. Ist das erledigt, wird dem Pool so viel Chlor zugefügt, bis das Wasser eine gräuliche Färbung erhält. Im nächsten Schritt ist zu prüfen, ob der pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 liegt. Sollte das nicht der Fall sein, ist noch die Zugabe von pH-Senkern oder -Hebern erforderlich.

Um in Zukunft die Bildung von Algen zu verhindern, ist der Einsatz von Algiziden sinnvoll. Diese werden, ähnlich wie Chlor, einfach in das Wasser gegeben. Sie verhindern von Anfang an, dass sich Algen im Wasser bilden können. Bei einer besonders hartnäckigen Bildung von Algen kann es erforderlich sein, einen Pool vollständig zu entleeren und gründlich zu reinigen. Dies ist mit einigem Aufwand und hohen Kosten verbunden, weshalb die richtige Vorsorge nicht zu vernachlässigen ist.

Kleine Schmutzpartikel entfernen

Selbst mit einem guten Filter kommt es bei Swimmingpools vor, dass diese mit der Zeit immer mehr Schmutz anhäufen. Kleine Schmutzpartikel werden von der Filteranlage nicht erfasst und trüben mit der Zeit das Wasser immer mehr. Im Fachjargon ist die Rede von der sogenannten „Flockung“. Um diese zu verhindern, kommen Flockungsmittel zum Einsatz. Jene können kleinste Schmutzpartikel binden, sodass diese von der Filteranlage aufgenommen und beseitigt werden können. Möglich ist das allerdings nur mit einem Sandfilter. Um eine Flockung schon im Vorfeld zu vermeiden, empfiehlt es sich, stets Flockungsmittel in der richtigen Menge zuzufügen und außerdem auf die richtige Filtergeschwindigkeit und einen angemessenen pH-Wert zu achten.

Auf den Filter kommt es an

Der Filter übernimmt bei der ständigen Reinigung eines Swimmingpools die Hauptaufgabe. Entsprechend wichtig ist es, hier die richtige Wahl zu treffen. Welche Filteranlage am besten geeignet ist, hängt vor allem von der Größe des Pools ab. Im Idealfall wissen Poolbesitzer, wie viel Kubikmeter Wasser in den eigenen Swimmingpool passt. Mit dieser Angabe fällt es leicht, den richtigen Filter auszuwählen. Erhältlich sind Poolfilter in verschiedenen Variationen. Bewährt hat sich in Deutschland vor allem der Sandfilter.

Um stets für klares Wasser zu sorgen, sollte der Filter etwa dreimal täglich angeschaltet werden. Wie lange die Filterung dauert, hängt sowohl von der Wassermenge als auch der Umwälzleistung der Filteranlage ab. Die Reinigung selbst erfolgt umso gründlicher, je langsamer die Filterung verläuft. Insgesamt sollte das Wasser in einem Swimmingpool täglich etwa neun bis zehn Stunden gefiltert werden.

Damit die Filterung reibungslos funktioniert, muss auch der Filter selbst stets sauber sein. Dafür lässt sich zum Beispiel mit einer Filterspülung sorgen, welche ungefähr fünf Minuten in Anspruch nimmt. Diese Maßnahme kann die Zugabe von zusätzlichen Pflegemitteln unnötig machen. Empfehlenswert ist es, eine Filterspülung etwa einmal pro Woche durchzuführen. Wer dies vernachlässigt, riskiert Verschmutzungen im Filter, was wiederum einen hervorragenden Nährboden für Keime und Bakterien liefert. Dem lässt sich selbst mit zusätzlichen Desinfektionsmitteln nur begrenz entgegenwirken.

Regelmäßige Pflege macht den Unterschied

Generell ist für die Reinigung eines Pools vor allem wichtig, diese regelmäßig durchzuführen und das Thema Desinfektion zu keinem Zeitpunkt zu vernachlässigen. Zwar verhilft die Chemiekeule in Form von Desinfektionsmitteln oftmals zur erwünschten Wirkung. Das Ergebnis ist dann aber selten von Dauer. Wer hingegen von Anfang an darauf achtet, seinen Pool sauber zu halten und mit den passenden Hilfsmitteln in der richtigen Dosierung auszustatten, freut sich jederzeit über sauberes und klares Wasser im Swimmingpool. Was genau dazu nötig ist, hängt immer vom Einzelfall ab. Wichtig ist neben der richtigen Dosierung von Chlor und Co. auch die Wahl der Filteranlage. Diese sollte mit der Wassermenge im Pool adäquat umgehen können. Ist die Filteranlage unterdimensioniert, kann sie nicht das ganze Wasser im Pool zuverlässig reinigen und es kann zu Verschmutzungen oder sogar Schäden am Filter kommen. Im Zweifel sollte ein Filter deshalb lieber zu stark als zu schwach sein.

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