Eizellenspende: Welche Länder in der EU bieten professionelle Lösungen?

Bei den meisten Paaren kommt irgendwann der Wunsch nach einem Kind auf. Allerdings sind nicht alle Frauen unbegrenzt fruchtbar, auch bei den Männern können sich in diesem Bereich gewisse Probleme einstellen. Speziell im fortgeschrittenen Alter verringert sich die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft. Als Lösung eignet sich die Eizellenspende, die aber in Deutschland nicht erlaubt ist. Dagegen bieten manche Länder in der EU professionelle Lösungen beim bisher unerfüllten Kinderwunsch an.

Eizellenspende bei Fertilitätsproblemen

Foto von William Mattson@Unsplash

In der heutigen Zeit leiden immer mehr Frauen unter Problemen bei der Fortpflanzung. Die Gründe dafür sind sehr verschieden, oft sind das zunehmende Alter und vorliegende Krankheiten verantwortlich. Zahlreiche Paare entscheiden sich erst für eine Karriere, bevor sie an die Gründung einer Familie denken. Jedoch produziert das weibliche Geschlecht nur bis zu einem bestimmten Alter fruchtbare Eizellen. Wenn der eigene Körper nicht mehr fortpflanzungsfähig ist, bietet sich als Ausweg eine Eizellenspende an. Dabei ist aber zu bedenken, dass dieser Prozess in Deutschland verboten ist. Wenn eine Frau keine eigenen Eizellen produzieren kann, sei es aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder aufgrund von Erkrankungen, sind dennoch einige legale Wege offen, um sich den langersehnten Kinderwunsch zu erfüllen. So bieten unter anderem die folgenden Länder in der EU professionelle Lösungen an:

  • Spanien
  • Frankreich
  • Tschechien
  • Schweden

Deshalb sind in diesen Ländern in den vergangenen Jahren zahlreiche Kinderwunschkliniken entstanden. Dort können sich auch deutsche Frauen mit einer gespendeten Eizellen künstlich befruchten lassen. Da die Bedingungen und Kosten einer Eizellenspende im Ausland stark variieren können, ist im Vorfeld ein umfassender Vergleich anzuraten.

Die Kosten für eine Eizellenspende

Im Vergleich der Länder spielt vor allem der Kapitalaufwand bei der Eizellenspende eine wesentliche Rolle. So liegen die Kosten in Spanien mit 7.500 bis 9.000 Euro zwar etwas höher, aber dafür können die PatientInnen mit einer durchgehenden Sicherheit und exzellenten Betreuung rechnen wie z.B. Erfolgsraten, die weit über dem europäischen Durchschnitt liegen und mit am Besten ausgebildetes Fachpersonal. Außerdem ist die Spenderinnenauswahl streng kontrolliert. Sie erhalte eine Aufwandsentschädigung, die zwischen 600 bis 900 Euro liegt. Sie müssen im Vorfeld mit Hormonen behandelt werden, dazu ist für die Entnahme der Eizellen eine Operation notwendig. Dagegen ist eine künstliche Befruchtung in den ost- und außereuropäischen Ländern schon ab 4.000 Euro zu erhalten, dafür aber mit gewissen Risiken verbunden. Die Spenderinnenauswahl ist gesetzlich nicht so streng geregelt und sie erhalten auch eine weniger hohe Entschädigung. Wer auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für eine versierte Klinik mit einem guten Ruf.

Vorgehensweise bei einer Eizellenspende

In Spanien ist die Eizellenspende nur legal, wenn die Spende anonym erfolgt. Deshalb besteht in diesem Bereich keine Gefahr einer unerwünschten Kontaktaufnahme. Des Weiteren erfolgt die Auswahl einer passenden Spenderin auf der Grundlage von körperlichen Merkmalen und der Blutgruppe der Empfängerin. Bei Wunsch lässt sich auch eine genetische Selektion vornehmen, um eine entsprechende Übereinstimmung zu erhalten. Die Spendereizelle kann mit Samen des Partners befruchtet werden, wenn die Samenprobe die Eignung der Spermien für eine erfolgreiche Befruchtung zulässt. Als Alternative ist auch der Einsatz von Spendersamen möglich. Dann bereitet die Empfängerin ihren Uterus mit Östrogen vor, welches als Tabletten oder Pflaster zur Auswahl steht. Im Anschluss werden die befruchteten Eizellen in die Gebärmutter der Empfängerin eingesetzt, die das Kind austrägt. Von diesem Eingriff erholen sich die Frauen normalweise sehr schnell. Er wird ambulant durchgeführt. Zur Kontrolle des ganzen Ablaufes werden Ultraschalluntersuchungen gemacht. Allerdings ist in dieser Phase auf zusätzliche Hygiene und eine umfassende Reinigung der Wohnräume zu achten, um die Gefahr von Infektionen zu reduzieren.

Fazit

Die Eizellenspende ist in Deutschland zwar nicht möglich, dafür bieten einige Länder in der EU professionelle Lösungen an. So können sich unfruchtbare Frauen ihren Kinderwunsch zeitnah erfüllen.

Danke für's Teilen

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Email

Previous post: